Sonntag, 9. Dezember 2012
Was läuft denn falsch??
denkgut, 17:07h
Seit einigen Jahren treffen sich die Großen und Mächtigen dieser Welt in unterschiedlichsten Gremien, um zu diskutieren, wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen kann. Und in einer Sache sind sich offensichtlich alle einig:
Der Hunger auf dieser Welt muss besiegt werden!
Dieses Ziel klingt eigentlich zu schön um wahr zu werden... Eines der ersten bedeutenden dieser Treffen fand im Jahr 1996 in Rom statt. Vertreter aus über 180 Ländern machten sich gemeinsam Gedanken über die Ernährungssituaiton der Menschheit.
Und es gab Grund zum Opimismus: Der technische Fortschritt, der weltweite Handel und das Engagement und die Erfolge der führenden Nahrungsmittelkonzerne würden es in Zukunft erstmals ermöglichen, jedem Menschen den Zugang zu "ausreichend und ausgeglichener Nachrung" zu verschaffen. Was uns eigentlich selbstverständlich erscheint, findet sich tatsächlich in Artikel 11 der Menschenrechte!
Dieses Ziel erschien tatsächlich endlich erreichbar...
Inzwischen ist aber leider Ernüchterung eingekehrt!
Die positiven Folgen der "Grünen Revolution" blieben aus! Bis ins Jahr 2006 war die Zahl der Hungernden gar um etwa 10 Prozent auf geschätze 850 Millionen gestiegen! Heute geht man von etwa 1 Milliarde Menschen aus, welchen das Menschenrecht auf Essen verwehrt wird. Das sind etwa doppelt so viele Menschen als in der EU insgesamt leben...
Gibt es also trotz der Fortschritte in der Produktionstechnologie, den Möglichkeiten der Globalisierung und der Durchbrüche die uns die Gentechnik seit vielen Jahren ankündigt auf unserem Planeten zu wenig zu essen?
Fakt ist:
- 40% der Weltbevölkerung leben von weniger als 2$ am Tag. Schon aufgrund dieser extremen Armut sind sie tagtäglich vom Hunger bedroht.
- Die absolute Zahl der Hungernden ist in Asien am höchsten.
- Der größte Anteil an der Gesamtbevölkerung ist in afrikanischen Ländern südlich der Sahara am größten.
- 2/3 der Notleidenden leben nicht etwa in den Slums großer Städte, sondern dort, wo die Nahrung eigentlich produziert wird: Auf dem Land.
- Das weltweit verbreitete System der modernen konventionellen Landwirtschaft ist faktisch nicht für den gesamten Planeten realisierbar.
Laut dem "Living Planet Report" ist es kurz vor 12. Eigentlich schon von 5 nach:
-> Im Jahr 2030 brauchen wir eigentlich eine neue Erde.
Was ist also schief gelaufen, seit dem so sehr gefeierten Treffen in Rom 1996?
Es gibt einem doch zu denken, wir werden der Sache auf den Grund gehen - Versprochen!
Der Hunger auf dieser Welt muss besiegt werden!
Dieses Ziel klingt eigentlich zu schön um wahr zu werden... Eines der ersten bedeutenden dieser Treffen fand im Jahr 1996 in Rom statt. Vertreter aus über 180 Ländern machten sich gemeinsam Gedanken über die Ernährungssituaiton der Menschheit.
Und es gab Grund zum Opimismus: Der technische Fortschritt, der weltweite Handel und das Engagement und die Erfolge der führenden Nahrungsmittelkonzerne würden es in Zukunft erstmals ermöglichen, jedem Menschen den Zugang zu "ausreichend und ausgeglichener Nachrung" zu verschaffen. Was uns eigentlich selbstverständlich erscheint, findet sich tatsächlich in Artikel 11 der Menschenrechte!
Dieses Ziel erschien tatsächlich endlich erreichbar...
Inzwischen ist aber leider Ernüchterung eingekehrt!
Die positiven Folgen der "Grünen Revolution" blieben aus! Bis ins Jahr 2006 war die Zahl der Hungernden gar um etwa 10 Prozent auf geschätze 850 Millionen gestiegen! Heute geht man von etwa 1 Milliarde Menschen aus, welchen das Menschenrecht auf Essen verwehrt wird. Das sind etwa doppelt so viele Menschen als in der EU insgesamt leben...
Gibt es also trotz der Fortschritte in der Produktionstechnologie, den Möglichkeiten der Globalisierung und der Durchbrüche die uns die Gentechnik seit vielen Jahren ankündigt auf unserem Planeten zu wenig zu essen?
Fakt ist:
- 40% der Weltbevölkerung leben von weniger als 2$ am Tag. Schon aufgrund dieser extremen Armut sind sie tagtäglich vom Hunger bedroht.
- Die absolute Zahl der Hungernden ist in Asien am höchsten.
- Der größte Anteil an der Gesamtbevölkerung ist in afrikanischen Ländern südlich der Sahara am größten.
- 2/3 der Notleidenden leben nicht etwa in den Slums großer Städte, sondern dort, wo die Nahrung eigentlich produziert wird: Auf dem Land.
- Das weltweit verbreitete System der modernen konventionellen Landwirtschaft ist faktisch nicht für den gesamten Planeten realisierbar.
Laut dem "Living Planet Report" ist es kurz vor 12. Eigentlich schon von 5 nach:
-> Im Jahr 2030 brauchen wir eigentlich eine neue Erde.
Was ist also schief gelaufen, seit dem so sehr gefeierten Treffen in Rom 1996?
Es gibt einem doch zu denken, wir werden der Sache auf den Grund gehen - Versprochen!
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Wo liegt das Problem?
denkgut, 16:58h
Fakt ist,
dass die Art und Weise, wie wir uns ernähren uns alle in eine Katastrophe führen wird, wenn nicht sehr bald etwas geschieht!!!
Und wir reden nicht von einer fernen Bedrohung in den nächsten 100 Jahren. Schon heute sehen wir die direkten Auswirkungen unserer Agrar- und Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte. Und es gibt leider keine Anzeichen, dass sich die Probleme schmälern. Wenn man die Informationen und Prognosen zusammenfügt, die uns zu Verfügung stehen, ergibt sich ein klares düsteres Bild:
Unser Ernährungssystem wird nicht mehr lange so funktionieren wie wir es gewohnt sind!
Lebensmittel sind einfach nicht so billig zu bekommen, wie wir (gerade in Deutschland) das gerne hätten. Im ganzen Jahr günstige Äpfel und Tomaten im Dicounter zu bekommen hat seinen Preis, auch wenn er erst beim zweiten Blick erkennbar wird!
Es muss sich also etwas ändern, aber was?
Als erstes müssen wir Menschen wissen, was auf dieser Welt vor sich geht. Und welche Mechanismen hinter unseren einzelnen Einkaufs- und Konsumentscheidungen stehen. Nicht alle Ursachen und Folgen sind für jeden einfach erkennbar.
In unserem Blog "Sind wir nicht alle ein bisschen Öko?" erklären wir viele der Zusammenhänge und zeigen anhand verständlicher Beispiele, warum es nicht einfach so weitergehen kann.
Wir hoffen dadurch vielleicht den ein oder anderen dazu zu bewegen, mal kurz "gut nachzudenken" woher wir unsere achso-billigen Lebensmittel herbekommen...
Und wir freuen uns natürlich über jede Form des Feedbacks und sind offen für Diskussionen.
dass die Art und Weise, wie wir uns ernähren uns alle in eine Katastrophe führen wird, wenn nicht sehr bald etwas geschieht!!!
Und wir reden nicht von einer fernen Bedrohung in den nächsten 100 Jahren. Schon heute sehen wir die direkten Auswirkungen unserer Agrar- und Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte. Und es gibt leider keine Anzeichen, dass sich die Probleme schmälern. Wenn man die Informationen und Prognosen zusammenfügt, die uns zu Verfügung stehen, ergibt sich ein klares düsteres Bild:
Unser Ernährungssystem wird nicht mehr lange so funktionieren wie wir es gewohnt sind!
Lebensmittel sind einfach nicht so billig zu bekommen, wie wir (gerade in Deutschland) das gerne hätten. Im ganzen Jahr günstige Äpfel und Tomaten im Dicounter zu bekommen hat seinen Preis, auch wenn er erst beim zweiten Blick erkennbar wird!
Es muss sich also etwas ändern, aber was?
Als erstes müssen wir Menschen wissen, was auf dieser Welt vor sich geht. Und welche Mechanismen hinter unseren einzelnen Einkaufs- und Konsumentscheidungen stehen. Nicht alle Ursachen und Folgen sind für jeden einfach erkennbar.
In unserem Blog "Sind wir nicht alle ein bisschen Öko?" erklären wir viele der Zusammenhänge und zeigen anhand verständlicher Beispiele, warum es nicht einfach so weitergehen kann.
Wir hoffen dadurch vielleicht den ein oder anderen dazu zu bewegen, mal kurz "gut nachzudenken" woher wir unsere achso-billigen Lebensmittel herbekommen...
Und wir freuen uns natürlich über jede Form des Feedbacks und sind offen für Diskussionen.
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